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Installation · Thema 07

Stromkreisverteiler

Wie werden Verteiler aufgebaut, mit Reserve geplant und gekennzeichnet?

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Freigegeben

Hösl/Ayx/Busch: Die vorschriftsmäßige Elektroinstallation, 22. Aufl., VDE VERLAG · Ausgabe 2019-01 · Kap. 7.2, S. 262–263; Kap. 7.6, S. 318–319, 331–332; Kap. 7.9, S. 346–347

Stromkreisverteiler erhalten ausreichend Reihen und Reserveplätze, eindeutige Kennzeichnung der Stromkreise und Schutzeinrichtungen sowie Unterlagen zur Schaltung.

Aufbau und Reserve (DIN 18015-2)

  • Einraumwohnungen mindestens 3-reihige, Mehrraumwohnungen mindestens 4-reihige Stromkreisverteiler; übliche Installationskleinverteiler bieten je Reihe 12 Teilungseinheiten (3 Reihen = 36 TE).
  • Reserveplätze sind in jedem Fall vorzusehen — für spätere Erweiterungen, Gebäudesystemtechnik, Überspannungsschutz, Kommunikationstechnik, RCDs und AFDD.
  • Gemeinschaftsanlagen in Mehrfamilienhäusern erhalten eigene Verteiler; für Steckdosen und Beleuchtung jeweils eigene Überstromschutzeinrichtungen.
  • Die RCDs so zuordnen, dass das Abschalten eines RCD nicht alle Stromkreise ausfallen lässt.
  • Leitung vom Zählerplatz zum Stromkreisverteiler in Wohngebäuden: Drehstromleitung für mindestens 3 × 63 A (DIN 18015-1).

Kennzeichnung und Unterlagen (Schaltgerätekombination)

  • Schild mit Namen oder Zeichen des Herstellers, Typbezeichnung oder Kennnummer, Hinweis auf IEC 61439-x. Installationsverteiler für Laien zusätzlich: Stromart und Frequenz, Bemessungsbetriebsspannung, Bemessungsstrom, IP-Schutzart (Aufschriften auch hinter Tür oder Deckel).
  • Dokumentation, soweit zutreffend: Bemessungsgrößen (Ue, Un, Ui, Uimp, InA, Inc, Icw, Ipk, Icc, fn, RDF), IP-Schutzart, Netzform, für Fachkräfte oder Laien, Maße und Masse über 30 kg. Ist die Schaltung nicht erkennbar, gehören Schalt- oder Klemmenpläne dazu.
  • Stromkreise und ihre Schutzeinrichtungen eindeutig kennzeichnen — nach DIN EN 81346-1/-2, übereinstimmend mit dem Schaltplan nach der Reihe VDE 0040.
  • Leiterfarben: Schutzleiter und PEN-Leiter grün-gelb, Neutralleiter blau (bisher hellblau).

Querschnitte in der Schaltgerätekombination

  • PEN mindestens 10 mm² Cu (16 mm² Al) und nicht kleiner als N. Neutralleiter bei Außenleitern über 16 mm² die Hälfte, sonst gleicher Querschnitt; bei hohen Oberschwingungsströmen gleiche Belastbarkeit wie die Außenleiter.

Zählerplatz (VDE-AR-N 4100, TAB Baden-Württemberg 2019, Hager Tipp 44)

  • Zählerplätze für bis zu 63 A in Zählerschränken nach DIN VDE 0603 mit anlagenseitigem Anschlussraum 300 mm, Zählerfeld 450 mm und netzseitigem Anschlussraum 300 mm; Zählertafeln sind nicht mehr zulässig.
  • Im anlagenseitigen Anschlussraum höchstens Hauptleitungsabzweigklemmen oder Hauptschalter bzw. RCD, Freigaberelais, HAN-Schnittstelle, Schutzeinrichtungen für bis zu drei Wechselstromkreise (bis 16 A, 10 kA) und SPD. Nicht als Stromkreisverteiler nutzen.
  • Vor dem Zähler im netzseitigen Anschlussraum ein SLS-Schalter (selektiver Hauptleitungsschutzschalter, plombierbar). Hauptleitung im TN-System fünfpolig ab der ersten möglichen Stelle im Gebäude.
  • Aufstellung: leicht zugängliche Räume; nicht in Wohnungen von Mehrfamilienhäusern, Wohnräumen, Küchen, Bädern, Toiletten, nicht über Treppenstufen, nicht in Räumen über dauerhaft 30 °C.
Auszug — das Thema ist damit nicht vollständig behandelt.Zusammenfassung in eigenen Worten nach dem Fachbuch (Stand 2019). Maßgeblich sind Wortlaut und Ausgabe der jeweils gültigen Norm. Auszug zu Aufbau, Reserve und Kennzeichnung; Auswahl der Schutzgeräte und Selektivität sind nicht übernommen.Quelle freigegeben am 02.10.2026

HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung: Merkblätter zur Elektroinstallation in Wohngebäuden · Ausgabe M2 01.2011 · Merkblatt M2 Hausanschluss (DIN 18012, NAV)

Der Hausanschluss sitzt je nach Gebäude in einer Nische, an einer Hausanschlusswand oder in einem Hausanschlussraum; die Quelle nennt Abstände und Mindestmaße.

Wo

  • Hausanschlussnische: nicht unterkellerte Einfamilienhäuser. Hausanschlusswand: Gebäude bis fünf Nutzungseinheiten (vier Wohneinheiten und die Allgemeinversorgung). Hausanschlussraum: mehr als fünf Nutzungseinheiten (sinngemäß auch bei bis zu fünf möglich).
  • Der Raum liegt an der Außenwand, durch die die Anschlussleitungen kommen, ist über allgemein zugängliche Räume oder von außen erreichbar und nicht Durchgang zu anderen Räumen.
  • Frostfrei halten, ausreichend be- und entlüften. Hausanschlusskästen nicht in feuer- oder explosionsgefährdeten Räumen und nicht, wo die Umgebungstemperatur dauernd 30 °C übersteigt.

Maße

  • Anschlusseinrichtung: Oberkante höchstens 1,5 m, Unterkante mindestens 0,3 m über dem Fußboden; Abstand zu seitlichen Wänden mindestens 0,3 m.
  • Nische: Richtmaß der Wohnungstür-Öffnung (875 mm × 2000 mm), Tiefe mindestens 250 mm, abschließbare Tür.
  • Hausanschlussraum: mindestens 2,0 m lang und 2,0 m hoch; Breite mindestens 1,5 m bei Belegung einer Wand, 1,8 m bei Belegung gegenüberliegender Wände.

Haupterdungsschiene

  • Die Haupterdungsschiene sitzt im Hausanschlussraum, an der Hausanschlusswand oder in der Nische. Dort liegt auch die Anschlussfahne des Fundamenterders (DIN 18014); angeschlossen werden Wasser- und Gasleitungen, Heizung, Gebäudekonstruktion, Antennen-, Fernmelde- und Blitzschutzerdung sowie PEN (TN) bzw. PE (TT).
Auszug — das Thema ist damit nicht vollständig behandelt.Zusammenfassung in eigenen Worten. Die Merkblätter sind Empfehlungen des Branchenverbands, keine Norm; die Ausstattungswerte nach RAL-RG 678 sind nur im Auszug (Merkblatt M1) ausgewertet. Die Tiefe der Bedienfläche ist in der Quelle widersprüchlich angegeben (Text und Bild) und deshalb nicht übernommen.Quelle freigegeben am 02.10.2026

Hösl/Ayx/Busch: Die vorschriftsmäßige Elektroinstallation, 22. Aufl., VDE VERLAG · Ausgabe 2019-01 · Kap. 7.4.3, S. 279–284 (VDE 0641-11/-12)

Leitungsschutzschalter Typ B, C und D unterscheiden sich in der Schnellauslösung; im Verteiler sind Belastbarkeit bei Reihung, Anordnung der Außenleiter und Schaltvermögen zu beachten.

Typen und Auslösung

  • LS-Schalter nach VDE 0641-11/-12 gibt es für AC bis 440 V mit Bemessungsstrom bis 125 A und Schaltvermögen bis 25 kA nur noch als Typ B, C und D (DC bis 220 V: B und C).
  • Sofortauslösebereich: Typ B 3 bis 5 · In, Typ C 5 bis 10 · In, Typ D 10 bis 20 · In. Typ B löst beim 5-Fachen innerhalb 0,1 s aus, Typ C beim 10-Fachen. Typ B ist der Nachfolger des alten Typs L.
  • Typ C für Motoren und Transformatoren mit hohen Anlauf- und Einschaltströmen; Typ D ist in Deutschland weniger verbreitet; für Transformatoren wird oft der K-Automat (Leistungsschalter, Sofortauslösung etwa 8 bis 14 · In) eingesetzt.
  • Thermischer Auslöser (B, C, D gleich): großer Prüfstrom 1,45 · In löst innerhalb 1 h aus (bis 63 A, über 63 A innerhalb 2 h); beim kleinen Prüfstrom 1,13 · In darf in dieser Zeit nicht ausgelöst werden. Bimetall ist auf 25 °C Umgebung eingestellt.

Schaltvermögen

  • Typisch 3 000, 4 500, 6 000 und 10 000 A (auch 15, 20, 25 kA); 1 500 A nur für LS-Schalter nahe Steckdosen oder Schaltern im Haushaltsbereich.
  • Bis 32 A werden LS-Schalter in drei Energiebegrenzungsklassen eingeteilt; ausreichende Strombegrenzung nur mit Klasse 3. Nach den TAB nur Energiebegrenzungsklasse 3 mit mindestens 6 000 A Schaltvermögen.

Anordnung und Belastung im Verteiler

  • Bei hoher Umgebungstemperatur und vielen nebeneinanderliegenden LS-Schaltern die Belastung verringern, z. B. um 15 % bei einer Reihe und um 25 % bei drei Reihen; ein mit 10 A belasteter Stromkreis bekommt dann einen 16-A-Schalter. Bei G- und K-Charakteristik ist der zulässige Dauerstrom noch geringer.
  • In Drehstromanlagen die Außenleiter nicht nebeneinander (L1–L2–L3), sondern untereinander in drei Reihen anordnen — in dicht gebrückten Verteilern sind Lichtbogenüberschläge durch Metallbärte (Whisker) an Kabelschuhen vorgekommen.
  • Für Selektivität zwischen zwei LS- oder Leistungsschaltern sind die Ausschaltkennlinien des Herstellers nötig. LS-Schalter mit Hilfsschalter überwachen oder signalisieren den Schaltzustand; Hilfsstromkreise gegebenenfalls separat gegen Überstrom schützen.
Auszug — das Thema ist damit nicht vollständig behandelt.Zusammenfassung in eigenen Worten nach dem Fachbuch (Stand 2019). Maßgeblich sind Wortlaut und Ausgabe der jeweils gültigen Norm. Auszug zu Leitungsschutzschaltern (Auslösecharakteristik, Schaltvermögen, Anordnung im Verteiler). Sicherungen, Leistungsschalter und Selektivität mit Schmelzsicherungen sind nicht übernommen.Quelle freigegeben am 02.10.2026

Verbindlich ist immer der Originaltext der gültigen Ausgabe. Die Zusammenfassungen hier stützen sich auf ein Fachbuch von 2019 (und die TAB Baden-Württemberg 2019). DIN-Normen erhalten Sie bei DIN Media, VDE-Bestimmungen beim VDE VERLAG.

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