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Installation · Thema 08

Steckdosen

Wie viele Steckdosen je Raum, wo angeordnet und wie geschützt?

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Freigegeben

Hösl/Ayx/Busch: Die vorschriftsmäßige Elektroinstallation, 22. Aufl., VDE VERLAG · Ausgabe 2019-01 · Kap. 5.6.6 (S. 130–137), 9.2 (S. 484–488), 14.3 (S. 689–692)

Für Steckdosen gelten der zusätzliche Schutz mit RCD ≤ 30 mA, Grenzen je Stromkreis und besondere Regeln im Bad.

Schutz und Stromkreis

  • Steckdosen bis 32 A für Laien und allgemeine Verwendung: zusätzlicher Schutz mit RCD ≤ 30 mA.
  • An einem Steckdosenstromkreis höchstens 16 einpolige Einfachsteckdosen bis 16 A; in Haushalten 16-A-LS-Schalter (nach TAB 6 kA, Energiebegrenzungsklasse 3).
  • Steckdosen für Steh- und Tischleuchten günstig von der Tür aus schalten.
  • Regelschutzart in Wohnräumen IP2X; Hobbyräume IP4X oder IP5X; Bad siehe Thema „Badezimmer: Bereiche“.

Ausstattung (Fachbuch)

  • Der Ausstattungswert der Elektroinstallation in Wohnungen wird mit Sternen angegeben: 1 Mindestausstattung (angelehnt an DIN 18015-2), 2 Standardausstattung, 3 Komfortausstattung. Ergänzend „plus“ für Gebäudesystemtechnik nach DIN 18015-4. Zahlen je Raum: siehe nächsten Eintrag.
Auszug — das Thema ist damit nicht vollständig behandelt.Zusammenfassung in eigenen Worten nach dem Fachbuch (Stand 2019). Maßgeblich sind Wortlaut und Ausgabe der jeweils gültigen Norm. Auszug: Die Zahl der Steckdosen je Raum nach DIN 18015-2 steht nicht im Fachbuch; die Ausstattungswerte der HEA stehen im zweiten Eintrag.Quelle freigegeben am 02.10.2026

HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung: Merkblätter zur Elektroinstallation in Wohngebäuden · Ausgabe M1 01.2011 · Merkblatt M1, Tabelle 2 (RAL-RG 678, Auszug)

Mindestzahl von Steckdosen (allgemein) und Beleuchtungsanschlüssen je Raum für die Ausstattungswerte 1, 2 und 3 (Zahlen in der Reihenfolge ★ / ★★ / ★★★).

Wohn- und Schlafräume

  • Wohnzimmer bis 20 m²: Steckdosen 4 / 8 / 10, Beleuchtungsanschlüsse 2 / 2 / 3. Über 20 m²: Steckdosen 5 / 11 / 13, Beleuchtung 3 / 3 / 4.
  • Schlaf-, Kinder-, Gäste- und Arbeitszimmer, Büro bis 20 m²: Steckdosen 4 / 8 / 10, Beleuchtung 1 / 2 / 3. Über 20 m²: Steckdosen 5 / 11 / 13, Beleuchtung 2 / 3 / 4.
  • Esszimmer: Steckdosen 3 / 5 / 7, Beleuchtung 1 / 1 / 2.

Küche, Hausarbeit, Bad

  • Kochnische: Steckdosen 3 / 4 / 4, Beleuchtung 1 / 2 / 2. Küche: Steckdosen 5 / 10 / 12, Beleuchtung 2 / 3 / 3 (zusätzlich je 2 Steckdosen für Kühl-/Gefriergerät und 1 für Dunstabzug).
  • Hausarbeitsraum: Steckdosen 3 / 8 / 10, Beleuchtung 1 / 2 / 3.
  • Bad: Steckdosen 2 / 4 / 5, Beleuchtung 2 / 3 / 3 (dazu je 1 Anschluss für Lüfter). WC: Steckdosen 1 / 2 / 2, Beleuchtung 1 / 1 / 2 (dazu 1 Lüfteranschluss).

Flur, außen, Nebenräume

  • Flur bis 3 m: Steckdosen 1 / 2 / 3, Beleuchtung 1 / 2 / 2. Flur über 3 m: Steckdosen 1 / 3 / 4, Beleuchtung 2 / 2 / 2.
  • Freisitz: Steckdosen 1 / 2 / 3, Beleuchtung 1 / 2 / 2.
  • Abstellraum sowie Keller, Bodenraum, Garage: Steckdosen 1 / 2 / 2, Beleuchtung 1 / 1 / 1.
  • Hobbyraum: Steckdosen 3 / 6 / 8, Beleuchtung 1 / 2 / 2. Kellergang: je 6 m Länge 1 Steckdose und 1 Beleuchtungsanschluss.

Hinweise der Quelle

  • Jedem Raumzugang und jedem Bettplatz ist eine Schaltstelle für die Beleuchtung zuzuordnen.
  • Steckdosen an Bettplätzen sowie an den Arbeitsflächen von Küchen und Hausarbeitsräumen werden als Zweifach-Steckdose ausgeführt und zählen in der Tabelle jeweils als eine Steckdose.
  • Stromkreise für Beleuchtung und Steckdosen allgemein nach Wohnfläche: 3, 4, 5, 6, 7 (wie im Thema „Stromkreise“); zusätzlich eigene Stromkreise für Geräte mit hoher Anschlussleistung (ab 2 kW, z. B. Herd, Geschirrspüler, Waschmaschine, Mikrowelle, Warmwassergerät). Stromkreisverteiler in Mehrraumwohnungen mindestens 4-reihig.
Auszug — das Thema ist damit nicht vollständig behandelt.Zusammenfassung in eigenen Worten. Die Merkblätter sind Empfehlungen des Branchenverbands, keine Norm; die Ausstattungswerte nach RAL-RG 678 sind nur im Auszug (Merkblatt M1) ausgewertet. Aufgeführt sind nur die Spalten „Steckdosen, allgemein“ und „Beleuchtungsanschlüsse“; Telefon/Daten, Antennen, Kühlgerät, Dunstabzug, Lüfter und Rollladenantriebe enthält die Quelle zusätzlich.Quelle freigegeben am 02.10.2026

Hösl/Ayx/Busch: Die vorschriftsmäßige Elektroinstallation, 22. Aufl., VDE VERLAG · Ausgabe 2019-01 · Kap. 11.1–11.2, S. 519–539 (VDE 0100-537, -550; VDE 0620, 0623, 0632)

Für Schalter, Steckdosen und ihre Klemmen gelten Bauart-, Anschluss- und Schaltungsregeln; in Hausinstallationen sind zweipolige Schutzkontaktsteckdosen bis 16 A, 250 V vorgesehen.

Schalter

  • Schalter zum Freischalten schalten alle Außenleiter gleichzeitig und haben ausreichendes Schaltvermögen. Einpolige Schalter in festen Leitungen liegen im nicht geerdeten Leiter. Sparschaltungen sind unzulässig — bei Wechselschaltung dürfen die beiden Leiter des Stromkreises nicht an einpolige Wechselschalter angeschlossen werden.
  • Ein Verbrauchsmittel ohne eigenen Schalter oder schaltbare Steckvorrichtung braucht in der festen Installation einen zugeordneten Schalter (auch LS-Schalter oder RCD sind geeignet); er darf nicht mehreren unabhängigen Geräten dienen. Trenner, Sicherungen und Trennlaschen nicht für betriebsmäßiges Schalten verwenden.
  • Drucktaster: Ein-Taster bevorzugt schwarz, weiß oder grau; Aus-Taster weiß, grau oder schwarz; Not-Aus nur rot. Bei mehreren Tastern liegt der Aus-Taster unten bzw. links.

Steckvorrichtungen

  • Nur Steckvorrichtungen nach VDE 0620 (Haushalt) oder VDE 0623 (industriell). In Hausinstallationen zweipolige Steckdosen bis 16 A, 250 V, abgedeckt, mit Schutzkontakt (DIN 49440). Je nach Schutzmaßnahme sind Schutzkontaktsteckdosen nötig.
  • Steckdosen und Stecker so anordnen, dass die Steckerstifte im nicht gesteckten Zustand nicht unter Spannung stehen. Drehstromsteckdosen mit Rechtsdrehfeld anschließen (von vorn im Uhrzeigersinn betrachtet).
  • Unterputz-Einsätze mit Schrauben statt Krallen befestigen, damit sie beim Ziehen des Steckers nicht herausgerissen werden; Aderisolierung nicht durch die Befestigung beschädigen. Kombinationen mit Fernmeldedosen: getrennt abnehmbare Abdeckungen, sonst muss der Starkstromteil nach Abnahme berührungsgeschützt bleiben.
  • Industrielle Steckvorrichtungen nach VDE 0623 für 16, 32, 63, 125 und 250 A, 2- bis 5-polig; Steckvorrichtungen verschiedener Spannung sind unverwechselbar (Lage der Schutzkontaktbuchse). In Industriesteckdosen nur ein Leiter je Klemme — Durchschleifen von Steckdose zu Steckdose ist dort nicht zulässig.

Klemmen und Durchschleifen

  • An Schraubklemmen nur eindrähtige Leiter; fein- oder mehrdrähtige mit Aderendhülse. Zwei Leiter an einer Klemme bis 16 A nur mit Verbindungsklemmen. Schraubenlose Klemmen nur für Installationsschalter bis 16 A und Lichtdrücker, für Leitungen mit 1,5 und 2,5 mm².
  • Durchschleifen eines ungeschnittenen Leiters über die Klemme von Schalter oder Steckdose ist möglich, wenn die Ader später ohne Aufschneiden entnommen werden kann; in einem Schalter dürfen nicht beide Außenleiter vorkommen. Bei Unterbrechung der Leitung eine Geräteabzweigdose setzen.

Betriebsmittel allgemein

  • Gleichstromanteil im Fehlerstrom: in Hausinstallationen höchstens 6 mA bzw. ein pulsierender Fehlerstrom, der in einer Periode null oder nahezu null wird.
  • Oberflächentemperatur im Handbereich: in der Hand gehaltene Teile 55 °C (Metall) bzw. 65 °C, zu berührende Teile 70 °C bzw. 80 °C, im Betrieb nicht berührte Teile 80 °C bzw. 90 °C.
  • Betriebsmittel tragen Ursprungs- und Typzeichen, Bemessungsgrößen und die CE-Kennzeichnung (GS-Zeichen ist freiwillig).
Auszug — das Thema ist damit nicht vollständig behandelt.Zusammenfassung in eigenen Worten nach dem Fachbuch (Stand 2019). Maßgeblich sind Wortlaut und Ausgabe der jeweils gültigen Norm. Auszug zu Schaltern, Steckvorrichtungen und Klemmen; Steckvorrichtungssysteme im Einzelnen (Tabellen 11.1–11.4), Leitungsroller und Verlängerungsleitungen sind nicht übernommen.Quelle freigegeben am 02.10.2026

Verbindlich ist immer der Originaltext der gültigen Ausgabe. Die Zusammenfassungen hier stützen sich auf ein Fachbuch von 2019 (und die TAB Baden-Württemberg 2019). DIN-Normen erhalten Sie bei DIN Media, VDE-Bestimmungen beim VDE VERLAG.

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